27.9.—2.10.2022

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PROGRAMM

FREIHEIT IM ÜBERGANG (und warum sie kein Übergang zur Freiheit war)

LEA YPI IM GESPRÄCH MIT LUDGER HAGEDORN
SAMSTAG, 1.10. 2022 / 17h00, 
AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE WIEN, AULA

Das Gefühl von Freiheit gehörte im Albanien des stalinistischen Diktators Enver Hoxha zu den verordneten Bürgerpflichten. Als das kommunistische Regime im Jahr 1990 die Macht verlor, erfasste ein Gefühl echter Freiheit das Land. In ihrer autobiographischen Erzählung „Frei. Erwachsenwerden am Ende der Geschichte“ berichtet LEA YPI vom Aufwachsen in Albanien während des Übergangs vom Kommunismus zum Kapitalismus. Für das Vienna Humanities Festival liest sie ausgewählte Passagen ihres vielfach ausgezeichneten Buches und erläutert im Gespräch mit IWM Permanent Fellow LUDGER HAGEDORN, wie sie selbst von der Idee der Freiheit geprägt wurde, wie leicht aber aus dieser Idee eine Ideologie werden kann und warum wahre Demokratie bis heute ein Versprechen bleibt.

/ In deutscher Sprache

Lea Ypi, geboren 1979 in Tirana, Albanien, hat in Florenz und Rom Philosophie und Literatur studiert und unter anderem in Paris, Oxford, Stanford und Frankfurt am Main geforscht und gelehrt. Derzeit ist sie Professorin für Politische Theorie an der London School of Economics. Für den Guardian schreibt sie regelmäßig zu gesellschaftspolitischen Themen. Nach zahlreichen wissenschaftlichen Veröffentlichungen legt sie mit Frei ihr erstes autobiografisches Sachbuch vor.

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© Stuart Simpson/Random House