MANON GARCIA IM GESPRÄCH MIT NICOLE LIST
SONNTAG, 27.09.2026 / 11h00
AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE WIEN, AULA
Gisèle Pelicot wurde über Jahre hinweg von ihrem Mann betäubt und von fast 70 Männern vergewaltigt. Der Fall erregte weltweit Aufsehen. Doch was sind, jenseits der Sensationsgier, die grundsätzlichen Fragen, die dieses monströse Verbrechen aufwirft? Die feministische Philosophin MANON GARCIA hat den Gerichtsprozess in Avignon begleitet. In Mit Männern leben (Suhrkamp, 2025) thematisiert sie die kulturellen Bedingungen, die solche Taten ermöglichen. Was ist „männlich“? Welche gesellschaftlichen Werte und Verhaltensweisen tragen dazu bei, dass „normale“ Männer eine Frau vergewaltigen? Im Gespräch mit der Buchhändlerin und Autorin NICOLE LIST erklärt sie, was sexualisierte Gewalt mit dem Verständnis von Männlichkeit zu tun hat.
MANON GARCIA ist eine französische Philosophin und Professorin für Praktische Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie arbeitet zur Moral- und politischen Philosophie sowie zur feministischen Philosophie. Wir werden nicht unterwürfig geboren (Suhrkamp, 2021) ist konzipiert wie ein Dialog mit Simone de Beauvoir; es folgten Das Gespräch der Geschlechter. Eine Philosophie der Zustimmung (Suhrkamp, 2023) und Mit Männern leben. Überlegungen zum Pelicot-Prozess (Suhrkamp, 2025), das in kürzester Zeit in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde.

© Heike Steinweg
