JINA KHAYYER IM GESPRÄCH MIT JOHANNES KAUP
SAMSTAG, 26.09.2026 / 15h30
AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE WIEN, AULA
Für viele Menschen, die mehrere Kulturen in sich tragen, haben Nationalität, Heimat und Zugehörigkeit eine tiefgreifende Bedeutung – und das sind die Themen, die JINA KHAYYER als Künstlerin und Schriftstellerin beschäftigen. Ihr Werk entspringt der Zwischenstellung, sich fremd und zugleich vertraut zu fühlen. Darum geht es in ihrem fulminanten Romandebüt Im Herzen der Katze (Suhrkamp, 2025), aber auch um Mut und Solidarität in einem repressiven System wie jenem des heutigen Iran. Wie gelingt ein selbstbestimmtes Leben trotz zahlreicher Widrigkeiten? Wie schaffen es die Frauen im Iran, sich dem Patriarchat zu widersetzen? Im Gespräch mit Ö1-Redakteur JOHANNES KAUP erläutert Jina Khayyer, was Handlungsmacht und Freiheit in einem repressiven Staat bedeuten.
JINA KHAYYER ist Schriftstellerin, Dichterin, Malerin und Journalistin. Sie ist in Deutschland geboren und iranischer Herkunft; seit 2006 lebt und arbeitet sie in Paris und der Provence. Gedichte und Zeichnungen wurden u.a. in der Kunsthalle Baden-Baden in der Gruppenausstellung Sea and Fog (2024) gezeigt. In ihrem Werk setzt sich Khayyer mit Konzepten von Identität, Erbe und Geschlecht auseinander. Im Herzen der Katze (Suhrkamp, 2025) ist ihr Romandebüt, für das Khayyer mit dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet und für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde.

© Heike Steinweg
