JAN-WERNER MÜLLER IM GESPRÄCH MIT HANS RAUSCHER
SAMSTAG, 26.09.2026 / 17h00
AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE WIEN, AULA
Menschen gehen auf die Straße. Die Öffentlichkeit wird als Marktplatz der Ideen beschrieben. Parlamente aus Glas verheißen politische Transparenz: Wenn wir über Politik sprechen, greifen wir oft auf Metaphern und Bezüge aus Architektur und Stadtplanung zurück. Und tatsächlich preisen Stararchitekten ihre Entwürfe als Beiträge zum Gelingen der Demokratie an. Aber gibt es so etwas wie eine demokratische Architektur überhaupt? Im Gespräch mit HANS RAUSCHER wird JAN-WERNER MÜLLER aufzeigen, wie die Geschichte des Städtebaus mit politischem Denken verknüpft ist und inwiefern die physische Infrastruktur zum Gelingen von Demokratie beitragen kann.
JAN-WERNER MÜLLER ist Professor für Sozialwissenschaften und Politik an der Princeton University, wo er auch die Academic Freedom Initiative leitet. Der Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf Demokratietheorie und der Geschichte des modernen politischen Denkens. Zu seinen jüngsten Büchern zählen Freiheit, Gleichheit, Ungewissheit: Wie schafft man Demokratie? (Suhrkamp, 2021) sowie Straße, Platz, Palast. Zur Architektur demokratischer Räume (Suhrkamp, 2026).

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