KARL SCHLÖGEL IM GESPRÄCH MIT MARTA BUCHOLC
SAMSTAG, 26.09.2026 / 12h30
AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE WIEN, AULA
Wir leben in einer Welt, die sich rasant und tiefgreifend verändert. Der Erfahrungs- und Erwartungshorizont, in dem ganze Generationen groß geworden sind, scheint sich einfach aufzulösen. „Mit dem Fallschirm abspringen über einer neuen Welt“ – das ist KARL SCHLÖGELS Formel für die Disruptionen unserer Gegenwart. Auf einen Schlag sehen wir uns mit Verhältnissen konfrontiert, die alles in Frage stellen. Was passiert da? Mit American Matrix (Hanser Verlag, 2023) wagte der Osteuropahistoriker unlängst einen neuen Blick auf die US-amerikanische Geschichte. Im Gespräch mit IWM Permanent Fellow MARTA BUCHOLC erläutert er, was von den aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts gewonnenen Überzeugungen bleibt.
KARL SCHLÖGEL, Historiker, Schriftsteller und emeritierter Professor für Osteuropäische Geschichte an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), ist ein vielfach ausgezeichneter Publizist. Unter anderem erhielt er den Sigmund-Freud-Preis (2004), den Leipziger Buchpreis (2018), sowie den Gerda-Henkel-Preis (2024). Bahnbrechend sind seine Studien zur Kulturgeschichte osteuropäischer Städte, zu den Fragen historischer Narration, zur russischen Moderne und der Dissidentenbewegung. Schlögel ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Orden Pour le Mérite.

© KS
